Giessener Papyrussammlungen

Ansprechpartner
Dr. Olaf Schneider (Sammlung)
Dr. Lothar Kalok (Datenbank, Digitalisierung)

Adresse
Universitätsbibliothek Giessen
Papyrussammlungen
Otto-Behaghel-Str. 8
35394 Giessen
Deutschland
Tel. +49 (0)641/99-14016 (Dr. Kalok), -14052 (Dr. Schneider)
Lothar.Kalok@bibsys.uni-giessen.de
Olaf.Schneider@bibsys.uni-giessen.de

Internetauftritt
Homepage:
Giessener Papyrussammlungen
Datenbank alt:
Giessener Papyri- und Ostrakadatenbank
Database neu:
Giessener Papyri- und Ostrakadatenbank
Digitalisierte Publikationen:
Publikationen


Cicero, In Verrem
Kurzbeschreibung der Sammlung
Die Giessener Papyrussammlungen bestehen aus drei Sammlungen von Papyri sowie einer Ostrakasammlung, die man nach und nach in der Universitätsbibliothek zusammenführte. Sie wurden im Wesentlichen vor dem 1. Weltkrieg mit Hilfe des Deutschen Papyruskartells aufgebaut.
Die älteste Sammlung legten 1902-13 der (damals Giessener) Althistoriker Ernst Kornemann (1868-1946) sowie der Giessener Industrielle Wilhelm Gail (1854-1925) im Museum des Oberhessischen Geschichtsvereins in Giessen an: die Papyri Gissenses (P. Giss.). Ihr bedeutendstes Stück ist eine zeitnahe Abschrift der 212 erlassenen Constitutio Antoniniana Kaiser Caracallas. Fast gleichzeitig zu den Papyri erwarben beide auch eine Ostrakasammlung, die Ostraca Gissensia (O. Giss.).
Da die P. Giss. für die Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität nicht zur Verfügung standen, begründeten die Klassischen Philologen Otto Immisch (1862-1936) und Alfred Körte (1866-1946) 1908 eine eigene Sammlung an der Universitätsbibliothek, die Papyri Bibliothecae Universitatis Gissensis (P.B.U.G.).
Die dritte Sammlung, begonnen 1905, war ursprünglich die Privatsammlung des Giessener Klassischen Philologen Karl Kalbfleisch (1868-1946), der sie nach seinem Großvater Karl Reinhold Janda Papyri Iandanae (P. Iand.) benannte. Durch testamentarische Verfügung ging sie als Geschenk an die Universitätsbibliothek über. Besonders bedeutend ist ein sehr frühes Cicero-Fragment aus dessen 'Reden gegen Verres'.
Die mehr als 2.800 Stücke der Sammlungen datieren vom 4. Jahrhundert vor bis zum 8. Jahrhundert nach Christus. Sie bestehen u.a. aus Verwaltungsschriftgut, literarischen und religiösen Texten, juristischem Material, Quittungen, Abrechnungen und zahlreichen Briefen. Darunter finden sich vor allem griechische, aber auch hieroglyphische, hieratische, demotische, lateinische, koptische und arabische Texte. Besonders hervorzuheben sind auch 3 Wachstafeln.

Wichtige Publikationen

Beschreibungen der Giessener Papyrussammlungen und Publikationen der Giessener Papyri und Ostraka sind größtenteils online verfügbar und können hier abgerufen werden.

Außerdem zu erwähnen ist: Schmitz, Philip: Die Giessener Zenonpapyri (P.Iand.Zen.). Paderborn 2007 (Abhandlungen der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften: Sonderreihe Papyrologica Coloniensia; 32).
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